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Mining Pools "schürfen" Crypto Gold

Mining Pools

Mining Pools "schürfen" das Crypto Gold

Mit steigendem Interesse an einer Kryptowährung steigt naturgemäß die Anzahl derer, die an den Neuemissionen beteiligt sein möchten. Der einzelne Teilnehmer konkurriert mit der wachsenden Rechenleistung aller anderen Teilnehmer. Gleichzeitig steigt mit wachsendem Interesse in der Regel auch der Tauschwert der Währung. Das führt zu der Situation, dass die Neuemissionen für neue Blöcke immer wertvoller werden und es gleichzeitig aber auch immer unwahrscheinlicher ist, diese als einzelner Teilnehmer zu bekommen.

Mining Pools sind von der Motivation vergleichbar mit Spielgemeinschaften beim Lotto. Mehrere Teilnehmer investieren gemeinsam, um die Chance auf einen Gewinn zu erhöhen und teilen diesen dann untereinander auf. Bei Kryptowährungen wird Rechenleistung zusammengefasst, um später den Gewinn (Neuemissionen, Transaktionsgebühren) zu teilen.

Ein zentraler Dienstleister erlaubt es den Teilnehmern, sich bei ihm anzumelden. Mit speziellen Applikationen stellen die Teilnehmer die eigene Rechenleistung dem Dienstleister zur Verfügung. Dieser bestimmt einen neuen Block und teilt zu durchsuchende Intervalle des Nonce einzelnen Teilnehmern zu. Alle arbeiten dadurch parallel an demselben Problem, das normalerweise ein einzelner Knoten zu lösen versucht. Findet ein Teilnehmer dabei einen Nonce, der zu einem gültigen Block führt, kann der Block veröffentlicht und der Gewinn aufgeteilt werden.

Da alle Teilnehmer am selben Block mit unterschiedlichen Werten des Nonce arbeiten, wird der Suchraum über die Teilnehmer verteilt, und die Suche ist damit im Mittel wesentlich schneller erfolgreich. Da in dem Block bereits das Zielkonto für die Gewinne enthalten ist und der Hashwert sich unweigerlich ändern würde, wenn die Adresse geändert werden würde, ist es ausgeschlossen, dass ein Teilnehmer einen erfolgreichen neuen Block für sich allein verbucht. Werden teilbare Blöcke mit Hashbäumen eingesetzt (siehe oben), sind dem einzelnen Teilnehmer die Transaktionen des neuen Blocks in der Regel auch nicht bekannt. Er erhält nur die Vorlage für den neuen Block-Header und sucht nach dem passenden Nonce.

Wenn jeder Teilnehmer (regelmäßig oder nachdem ein neuer Block gefunden wurde) seinen eigenen besten Nonce meldet, kann der Betreiber des Mining-Pools daran die von dem jeweiligen Teilnehmer tatsächlich geleistete Rechenleistung abschätzen. Er setzt dazu den Nonce in den kollektiv bearbeiteten Block-Header ein und errechnet den Hashwert. Je kleiner dieser ist bzw. je näher er dem aktuellen Schwierigkeitsgrad kommt, desto höher war die aufgewendete Rechenleistung. Aufgrund der statistischen Streuung der Proof-of-work-Aufgabe, muss diese geschätzte Rechenleistung über mehrere bearbeitete neue Blöcke gemittelt werden. Ein betrügerisches vortäuschen tatsächlich nicht geleisteter Rechenleistung ist damit weitgehend ausgeschlossen. Der Gewinn kann anteilig zur geleisteten Rechenleistung unter den Teilnehmern aufgeteilt werden.

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